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Barclays-Chairman tritt wegen Skandal um Zinsmanipulation zurück
2012. Juli 2.

Der Skandal um Zinsmanipulationen bei der britischen Bank Barclays kostet Chairman Marcus Agius den Job.

Die Affäre habe zu einem immensen Ansehensverlust von Barclays geführt, teilte Agius am Montag mit. "Ich werde hier nicht den Schwarzen Peter weiterreichen, sondern Verantwortung übernehmen, indem ich zurücktrete." Nach Angaben von Barclays soll Agius seine Aufgaben als Chef des Verwaltungsrates aber vorerst weiter ausüben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Neben Agius steht auch Barclays-Chef Bob Diamond in der Kritik.


In den seit Monaten laufenden Untersuchungen - unter anderem in den USA, Großbritannien und der Schweiz - geht es um den Vorwurf der Manipulationen des weltweit gültigen Interbanken-Zinssatzes Libor. Dieser täglich in London fixierte Satz dient als Referenz für Kredite von Privatleuten und Unternehmen, Derivate sowie andere Finanzprodukte im Gesamtvolumen von 360 Billionen Dollar. Er basiert auf den Daten mehrerer Großbanken, die diese täglich abliefern. Den Instituten wird nun vorgeworfen, dass sie von 2005 bis 2009 absichtlich falsche Angaben gemacht haben, um die eigenen Handelsgewinne in die Höhe zu treiben und die wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern.

Die Anleger an der Londoner Börse reagierten offenbar mti Erleichterung auf die Ankündigung: Barclays-Aktien legten im frühen Handel 1,5 Prozent zu.

Verknüpfungslink: de.reuters.com

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